Galapagos, Darwin und die Touristen

Der Archipel Galapagos

Galapagos, eine Inselgruppe 1000km westlich von Ecuador im Pazifik gelegen. Die Lage am Äquator und der Humboldtstrom mit seinen Passatwinden bestimmen das Klima. So ist es im Sommer sehr warm und feucht, der Winter meist sehr trocken und empfindlich kalt. Die abgeschiedene Lage im Pazifik hat im Archipel und selbst auf den einzelnen Inseln unterschiedliches Leben entwickelt. Das hat Darwin vor rund 200 Jahren entdeckt und wissenschaftlich ausgewertet. Als Touristen können wir diese Entwicklung mit eigenen Augen nachvollziehen und immer unter der Begleitung und Aufsicht eines Guides vom Nationalpark. Wir haben auf einem 8tägigen Segeltörn viele Inseln und Buchten angelaufen, wo wir dann ausführliche Informationen bei Wanderungen erhielten und beim Tauchen mit dem Guide konnten wir die bunte Welt unter Wasser erleben.

Roter Sand

Die Inseln unterscheiden sich nach ihrer Entstehungsgeschichte und zeigen wie hier rotes Gestein und roten Sandstrand.

Weißer Sand

Die schönsten Sandstrände sind aus Korallen und Muscheln entstanden und dürfen von uns Touristen nur kurz betreten werden. Dort leben Seelöwen, nisten Meeresschildkröten und denen gehört der Strand.

Steilküste

An den Steilküsten finden Seevögel ideale Brut- und Nistplätze. Im Wasser findet reiches Leben über die ganze Nahrungskette statt. Vom Plankton bis zum Hai finden alle ihr Fressen und die Natur ist in Takt.


Landleguan

Die gelb bis braune Landechse haben wir auf einigen Galapagos-Inseln gesehen. Diese Landechsen können nicht mehr schwimmen und haben sich auf das Leben an Land eingestellt. Sie fressen überwiegend Früchte und Blätter von Kakteen. Mit ihren Vorderbeinen reinigen sie die Früchte und verschlingen diese dann auf einmal.

Meerechse

Die schwarz bis graue Meerechse findet man fast überall auf Galapagos.  Es sind gute Kletterer, gute Schwimmer und sie leben meist an der felsigen Küste und gehen zum Fressen ins Landesinnere.

Meerechse

Die rot graugrün gemusterte Meerechse haben wir auf der südlichsten Insel La Espanola angetroffen. Sie leben dort an der Felsenküste zusammen mit schwarzen Echsen und einer großen Kolonie von Tölpeln.


Blaufußtölpel

Der Blaufußtölpel, hier beim Balztanz, hat mit seinen blauen Füßen ein ganz außerordentliches Aussehen. Beim Tanz hebt er abwechselnd die Beine ein wenig tollpatschig und schwankt leicht mit dem Körper, toll anzusehen. 

Fregattvogel

Der Fregattvogel bläht seinen Kehlsack beeindruckend auf und pfeift, wenn sich ein Weibchen nähert oder sein vorbereitetes Nest überfliegt. Wenn sie Gefallen am Balzruf findet, landet sie und gesellt sich zu ihm.

junger Fregattvogel

Ein junger Fregattvogel wird sehr lange gefüttert und muss zu seiner Selbstständigkeit einiges lernen. Die Fregattvögel sind Räuber und berauben Seevögel ihrer Beute. Sie können, obwohl es Seevögel sind, nicht schwimmen  und können ihre Gefieder nicht vor Wasser schützen.


Seelöwe

Junge Seelöwen sind sehr verspielt. Sie schwimmen oder tauchen auf einen zu und drehen blitzschnell ab, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. 

Weißspitzenhai

Wo es Seelöwen hat, sind die Haie nicht fern. Die Galapagos-Haie regulieren den Bestand der Seelöwen und daher unverzichtbar. Die Haie sind nicht aggressiv gegen Schwimmer und Taucher. Dieser Hai hat genauso vor mir abgedreht wie ein Seelöwe, jedoch gemächlich und ohne Hektik.

Meeresschildkröte

Ein weiterer Bewohner im Archipel ist die Meeresschildkröte. Man begegnet diesen Schwimmern überall, jedoch besonders in den schönen blaugrünen Lagunen. Ihre Nester haben sie im schönsten Sandstrand.


Kinderstube Rochen

In den Mangroven ist die Kinderstube vieler Fische und Meeresbewohner. So wie hier ein junger Stachelrochen. Es war ein ganzer Schwarm von diesen etwa 20 cm großen Tieren unterwegs.

kleiner Hammerhai

Wie die Rochen leben hier auch junge Hammerhaie. Die etwa 30 cm langen Tiere schwimmen in Schwärmen im seichten Wasser.  

baby shark

Hier auf dem Bild ist ein junger Galapagos-Hai zu sehen. Die jungen Tiere entwickeln sich im Mangrovengewässer ungestört. Wir sahen viele dieser Fische mit einer Länge von 30 - 40 cm und einem Alter von wenigen Wochen sie leben dort alleine ohne Versorgung durch die Alten.


Langhals- Schildkröte

Diese Schildkröten waren so im Bestand dezimiert, dass sie fast ausgestorben waren. Seeleute haben früher die Tiere als Frischfleisch mit an Bord genommen, da diese Tiere lange ohne Nahrung überleben konnten. Heute wird der Bestand  in einem Aufzuchtprogramm reguliert. Das ist sehr aufwändig und dauert sehr lange, da diese Tiere bis über 100 Jahre werden.

Riesenschildkröte

Die Riesenschildkröte lebt in den Highlands von Isla Santa Cruz. Mit lautem Röhren begattet ein Männchen sein erwähltes Weibchen, oft stundenlang.

Nest am Strand

Hier hat am Morgen eine Meeresschildkröte ihre Eier abgelegt. Die Spuren waren noch ganz frisch und wir waren sehr vorsichtig, um das Nest nicht zu stören. An diesem Strand durften wir nur kurze Zeit verweilen, wie an so vielen Stellen auf unserer Tour durch den Archipel. So können Touristen die Natur bewundern und stören den Lebensraum der Tiere nicht all zu sehr.


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Kommentare: 2
  • #1

    H.-P. MAYER (Dienstag, 14 März 2017 09:24)

    Einfach toll. Weiter so!
    Viel Spass!

  • #2

    Heike & Kosti (Donnerstag, 16 März 2017 15:26)

    Hallo Ihr Beiden
    Tolle Tierbilder schöner als in der Wilhelma☺
    Frühlings Grüsse
    Heike&Michael